Nachhaltigkeit

Der Begriff Nachhaltigkeit ist derzeit stark strapaziert. Sind wir uns überhaupt bewusst, was er bedeutet? Und wie können wir uns nachhaltig verhalten? Eine Definition der Nachhaltigkeit ist, unsere Bedürfnisse sozu befriedigen, dass die möglichkeiten und Resourcen der nachfolgenden Generationene und der Natur nicht eingeschränkt werden. 

Die Textilindustrie ist mit Massenproduktion und intransparenten Fertigungsmethoden, Menschenrechtsverletzungen, Umweltverschmutzung, massenhafter Vernichtung neuwertiger, unverkaufter Kleidung und vielen anderen Umwelt und Menschen verachtenden Methoden,  eine der, von vielen unerkannt, größten Bedrohungen für Mensch und Natur. Ein, wenn auch kleiner Schritt gegen die rücksichtslose Billig- und Massenproduktion ist seine Kleidung zu pflegen und zu reparieren, damit wir sie lange tragen können und Freude daran haben, und sie nicht ständig mit neuen billigen Stücken ersetzen und alte wegwerfen.

Kleidung wertzuschätzen, zu reparieren und lange zu tragen, ist eine Haltung, die man dadurch unterstreichen kann, sichtbar zu flicken und zu stopfen. 

Gerade in Japan wird diese Nachhaltigkeit gelebt und ist in der Philosophie des Wabi Sabi und Mottanai verankert. 

Mottainai, das Bedauern darüber etwas zu verschwenden, dessen eigentlicher Wert noch nicht ausreichend genutz wurde und die achtsame Behandlung der uns umgebenden Objekte. Dies schließt die Pflege und den sorgsamen Umgang unserer Kleidung, also auch das Flicken und Reparieren, mit ein und bringt einr innere Verbundenheit zum Ausdruck.

Wabi Sabi: Die Reparatur soll sichtbar bleiben und trägt zum Stil der Kleidung bei. Fehler von Objekten werden geschätzt und betonen die Philosophie des Unvollkommenen, aber auch der Individualität.